«Wir wollen alle Parteien anhören»

Maximilian Stoller (23) studiert Psychologie und Umweltwissen­schaften an der Universität Zürich. Im April 2018 lancierte er mit Gleichgesinnten die Initiative Respect2020. Heute ist er Präsident des gleichnamigen Vereins und erzählt im Interview, mit welchem Ansatz er Lösungen gegen den Klimawandel sucht.

  • 12. November 2018
Maximilian Stoller studiert Psychologie und Umweltwissenschaften an der Universität Zürich.

Maximilian Stoller studiert Psychologie und Umweltwissenschaften an der Universität Zürich.

Maximilian Stoller, wie sind Sie auf die Initiative Respect2020 gekommen?

Zuerst habe ich einen Event zum Thema Klimawandel organisiert. Dort haben Studierende interdisziplinär nach wissenschaftlichen Lösungen gesucht. Nach drei arbeitsintensiven Abenden war klar: Jetzt dürfen wir nicht abbrechen. Deshalb haben wir unseren Verein gegründet, zu dem auch Nichtstudenten zugelassen sind.

Warum Respect2020?

«Respect», weil wir alle interessierten Parteien anhören wollen. «2020», weil wir bis in zwei Jahren erste Produkte entwi­ckeln, verlässliche Partner gewinnen und die notwendigen Gelder sammeln wollen.

Wer engagiert sich bei Ihnen?

Das Spektrum reicht von der Biologin bis zum Theologen, denn Respect2020 will wissenschaftlich fundiert und ohne Ideologie passende Wege entwickeln. Viele Menschen wollen etwas tun, aber egal ob Individuum, Firma oder Partei: Viele scheitern an der Umsetzung. Da wollen wir ansetzen.

Wie arbeiten Sie konkret?

Wir analysieren die Haltungen der Schweizer Bevölkerung, vor allem auf Social Media. Zudem werten wir bestehen­de Studien aus, machen Interviews oder nutzen Daten des Bundesamtes für Statistik. Mit den Analyseresultaten definieren wir realistische Lösungsansätze in den Bereichen Lifestyle Change, Kommunikation technischer Möglichkeiten und Swissness Export. Die Ideen kommen aus den unterschiedlichsten Fachdisziplinen. Deshalb sind Dialog und Vernetzung zentral. Skype, Slack und E-Mail sind grossartige Tools, die uns vernetzen. Aber sie reichen nicht: Der persönliche Kontakt ist unersetzbar.

Gibt es erste Ergebnisse?

Wir arbeiten mit myblueplanet an einer Coaching-App für nachhaltiges Denken und Handeln. Und wir planen eine Projektwoche für Schulen, um Umweltanliegen möglichst früh zu vermitteln.

Was erwarten Sie von einer Energiedienstleisterin wie Energie 360°? 

Ein breites Angebot an nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen, die auf die unterschiedlichen Möglichkeiten und Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet sind. Genau das bietet Energie 360° an.

 

Energie 360° engagiert sich nicht nur mit eigenen Produkten und Dienstleistungen für eine sinnvolle Energiezukunft: Wir unterstützen auch Organisationen wie «myblueplanet» oder sind als Partnerin an Anlässen wie dem Climathon dabei – wo wir übrigens das Team von ZüriChips kennengelernt haben. Ausserdem investiert unser Smart Energy Innovationsfonds in Start-up-Unternehmen, die mit nachhaltigen und zukunftsweisenden Ideen die Energiewelt weiterbringen.

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