The Chips that save the world

Sie retten Brot und reduzieren dadurch den CO2-Ausstoss: «ZüriChips» ist ein Gewinner beim Climathon 2018 in Zürich.

  • 2. November 2018

ZüriChips Initianten (v.l.n.r.) Lucie Rejman, Paolo Marioni, Moky Cipelletti, Enrico Fantini (nicht auf Bild)

Die Idee ist so einfach wie genial: Hochwertiges, aber unverkauftes Brot aus Zürcher Bäckereien landet nicht im Abfall, sondern in peppigen Chips-Packungen. So möchte das internationale Team von «ZüriChips» gegen Food Waste kämpfen und den CO2-Ausstoss der Chips-Produktion um die Hälfte reduzieren. Damit haben Lucie Rejman, Moky Cipelletti, Enrico Fantini und Paolo Marioni die Jury am diesjährigen Climathon überzeugt und ein Investment Coaching bei Energie 360° gewonnen. «Uns geht es nicht nur um Chips, es geht auch um eine Verhaltensänderung bei den Zürchern», sagt Moky Cipelletti. «Die Chips schmecken nicht nur gut, sie geben auch ein gutes Gefühl.» Denn wer «ZüriChips» knabbert, weiss, er isst «chips that save the world» – so wie es der Slogan verspricht.

Nachhaltige Chips für Zürcher Bars
Die Mitglieder von «ZüriChips» besorgen sich qualitativ einwandfreies, aber nicht mehr ganz frisches Brot aus lokalen Bäckereien und der «Äss-Bar». «Indem wir Brot retten und daraus super feine Chips machen, können wir die Hälfte der CO2-Emissionen von normalen Chips einsparen und dadurch zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen», erklärt Lucie Rejman.

Zielgruppe respektive Abnehmer der «ZüriChips» sind Bars, wo Gäste beim Apéro gerne etwas zum Naschen haben. Entsprechend peppig und keck sind die Verpackungen gestaltet. Sprüche wie «Strawberries don’t like skiing. Eat seasonal» sollen die Konsumenten auf die Idee hinter «ZüriChips» aufmerksam machen.

Das Team ist euphorisiert vom Gewinn des Climathon. Doch die Arbeit fängt erst jetzt richtig an. «Wir machen momentan noch alles in Handarbeit», sagt Paolo Marioni. «Nun geht es um die Skalierbarkeit unserer Idee. Zudem wollen wir sie von Zürich aus in die ganze Schweiz tragen.»

Die Arbeit soll und wird ihnen nicht ausgehen. Energie 360° unterstützt das Team mit einem Investment Coaching (siehe Box unten). Ziel ist, «investor ready» zu werden, um damit die Idee professionell zu vermarkten.

Im Oktober 2018 hat der «CO2-Einsparticker» auf der Website zuerichips.com Werte im zweistelligen Kilobereich angezeigt. Da könnte sich bald etwas bewegen. Nach oben.

Climathon Jury-Mitglied und Bereichsleiter Lösungen bei Energie 360°, Romeo Deplazes übergibt den Preis.

Smart Energy Innovationsfonds

Energie 360° beteiligt sich als Investor an Start-ups mit innovativen Ideen. Zu diesem Zweck hat sie 2015 den Smart Energy Innovationsfonds gegründet, der die Beteiligungen hält. Ziel ist es, die Innovationskraft in der Energiebranche zu stärken. Dabei sollen Unternehmer jedoch Unternehmer bleiben können. Um auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Climathons als Unternehmer zu fördern, sponsert der Innovationsfonds in diesem Jahr erneut ein Investment Coaching für einen Gewinner des Climathons 2018.

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