Bike to Work: Freiheit auf zwei Rädern

Mehr als 15'000 Kilometer mit dem Velo: Dieses beeindruckende Resultat haben die 36 Mitarbeitenden von Energie 360° erreicht, die in neun Teams an Bike to Work 2018 teilnahmen. Eines der Teams berichtet von seinen Erlebnissen.

  • 16. Juli 2018

Schon nach 20 Minuten Bewegung schüttet der Körper Serotonin und Dopamin aus. Deshalb sorgt eine längere Velofahrt ganz automatisch für Glücksgefühle und erhöht am Morgen ausserdem die Konzentrationsfähigkeit bei der Arbeit. Diese Erfahrung machten auch die 36 Mitarbeitenden, die im Mai und Juni an Bike to Work 2018 teilnahmen. Gesamthaft legten sie über 15’000 Kilometer mit dem Velo zurück. Das entspricht einer Velofahrt von Zürich nach Indien und wieder zurück. An durchschnittlich 83% der Arbeitstage verwendeten die Mitarbeitenden mindestens für einen Arbeitsweg das Fahrrad. Dadurch sparten sie in den zwei Monaten von Bike to Work fast 2200 Kilogramm CO2 ein. Zum Vergleich: So viel CO2 stossen in der selben Zeit zehn effiziente Autos aus.

 

Clivia Bucher, Flurin Gantenbein, Corinne Häberling und Daniel Schulte bildeten eines der neun Teams von Energie 360°, die bei Bike to Work mitfuhren. Sie ziehen ein durchwegs positives Fazit. «Ich habe die Freiheit genossen, vom öffentlichen Verkehr unabhängig zu sein, das Tempo selbst zu bestimmen und auf der Fahrt die Natur zu erleben», erzählt Clivia Bucher. Ihr Arbeitsweg beträgt rund 23 Kilometer. An Bike to Work nahm sie teil, um die Zeit fürs Pendeln sinnvoll zu nutzen und eine sportliche Aktivität in den Alltag zu integrieren. «Wenn man schon vor der Arbeit Sport macht, ist der Tag ein anderer», bestätigt Daniel Schulte, der den Arbeitsweg sonst ebenfalls mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegt.

Ferien? Nein – „nur“ der Heimweg mit dem Velo.

 

Herrliche Ausblicke auf dem Arbeitsweg mit dem Velo.

Ehrgeiz geweckt

Die Initiative, als Team bei Bike to Work mitzumachen, kam von Corinne Häberling. Als ehemalige Velokurierin sitzt sie in der Freizeit oft und gern im Sattel. Zur Arbeit fuhr sie mit ihrem Cyclocross – einem Rennvelo mit robusten Reifen – bisher aber nur selten. Denn für den 50 Kilometer langen Arbeitsweg benötigt sie knapp zwei Stunden. «Bike to Work bot nun eine gute Gelegenheit, mich selbst herauszufordern. Mein Ziel lautete, an mehr als der Hälfte aller Arbeitstage mindestens einen Weg mit dem Velo zurückzulegen.»

Dieses Ziel hat Corinne Häberling sogar übertroffen. Sie entwickelte im Laufe der zwei Monate genau wie ihre Mitstreiter grossen Ehrgeiz. Dank der App von Bike to Work, mit der alle Teilnehmenden ihre zurückgelegten Kilometer erfassten, konnte sich das Team mit den übrigen von Energie 360° vergleichen und stellte bald fest: Es lag vorn!

 

Starker Teamgeist

«Der Teamgedanke war mir bei Bike to Work besonders wichtig», sagt Daniel Schulte. «Um auf der internen Rangliste an der Spitze zu bleiben, motivierten wir uns gegenseitig, weiterhin häufig mit dem Velo zur Arbeit zu kommen.» Im Fall von Daniel Schulte war das keine Selbstverständlichkeit: Sein Arbeitsweg beträgt 31 Kilometer. «Am Morgen fiel es mir meist leicht, aufs Velo zu steigen. An einigen Abenden hingegen war es hart, nochmals den weiten Weg auf mich zu nehmen.»

Bei Flurin Gantenbein meldete sich der innere Schweinehund nur selten, weil sein Arbeitsweg deutlich kürzer ausfällt. Die knapp elf Kilometer pro Tag fährt er ohnehin immer mit dem Bike. «So bin ich schneller im Büro als mit dem öffentlichen Verkehr.» Da er während der zwei Monate von Bike to Work an allen Arbeitstagen das Velo benutzte, trug er ebenfalls viel zum guten Abschneiden des Teams bei. «Ich schätzte den Austausch zu viert», zieht Flurin Gantenbein Bilanz. «Wir trafen uns immer mal wieder für eine gemeinsame Kaffeepause. So lernte ich Mitarbeitende näher kennen, mit denen ich vorher wenig zu tun hatte.»

Ein Team gestaltete sogar eigene Taschen.

Am Stau vorbei
Nach zwei Monaten Bike to Work bleibt beim Team – wie bei den übrigen acht Teams von Energie 360° auch – der Stolz, ein tolles Resultat erreicht zu haben. Die vier Mitarbeitenden legten insgesamt 3692 Kilometer zurück und nahmen einige neue Erkenntnisse mit. Für Corinne Häberling etwa war es eindrücklich, wie mühelos sie die weite Strecke von ihrem Wohnort bis zum Stadtrand von Zürich bewältigte und wie viel Zeit dann die wenigen letzten Kilometer quer durch die Stadt erforderten.

Daniel Schulte wiederum ist aufgefallen, wie viele Automobilistinnen und Automobilisten unterwegs ihr Smartphone benutzen. «Wenn Autos in einer Kolonne nicht aufschlossen, sah ich beim Überholen oft: Die Person am Steuer war vom Handy abgelenkt.» Solche Kolonnen brauchten die Teilnehmenden von Bike to Work allerdings nicht zu kümmern: Mit dem Velo fuhren sie an jedem Stau vorbei.

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