Handeln statt reden: Lösungen von Studierenden für den Klimawandel

Um den Klimawandel zu bekämpfen, braucht es mehr als schöne Worte – nämlich rasch umsetzbare Lösungen. Genau solche entwickelten Studierende der Universität Zürich im Rahmen des Projekts «Respect2020». Energie 360° unterstützte ihr Engagement mit einer Spende.

  • 21. Juni 2018

Ein komplexes Problem wie den Klimawandel sollten Menschen mit ganz unterschiedlichem Blickwinkel gemeinsam angehen. Davon ist Maximilian Stoller überzeugt. Deshalb hat der 22-jährige Student an der Universität Zürich das Projekt «Respect2020» ins Leben gerufen. Gemeinsam mit anderen Studierenden will er Lösungen für den Klimawandel entwickeln und voranbringen, die sich bis im Jahr 2020 umsetzen lassen. Der aufgezeigte nachhaltige Weg soll von Respekt geprägt sein –Respekt für die künftigen Generationen, aber genauso für die Vergangenheit.

Der erste Schritt ist bereits getan. An einem mehrtägigen Workshop diskutierten Studierende verschiedenster Fachrichtungen Probleme rund um den Klimawandel und erarbeiteten Lösungen in drei Bereichen: zur wirkungsvollen Kommunikation von technischen Massnahmen, zu den nötigen Veränderungen beim Lebensstil und zur Vorbildfunktion der Schweiz, dem Swissness-Export.

Den Klimawandel verständlicher erklären

Zur Kommunikation technischer Lösungen schlagen die Studierenden erstens ein unabhängiges Beratungsgremium für die Politik vor, sodass mehr wissenschaftliche und dennoch leicht verständliche Fakten in den politischen und öffentlichen Diskurs zum Klimawandel einfliessen. Dadurch sollen die Auswirkungen von politischen Entscheidungen aufs Klima transparenter werden.

Als zweite Massnahme im technischen Bereich fordern die Studierenden eine Offensive, um mehr CO2 aus der Luft abzuscheiden. Die Idee dahinter: Unternehmen erhalten Subventionen, wenn sie die sogenannte CCS-Technologie (CO2Capture and Storage) erforschen, weiterentwickeln oder anwenden. Die Finanzierung könnte über Abgaben von anderen Unternehmen erfolgen, die sich nicht ökologisch nachhaltig verhalten.

Vorbildrolle übernehmen

Für den nötigen Wandel beim Lebensstil erachten die Studierenden eine spielerische App mit Punktesystem als sinnvolles Instrument. Die App hat zum Ziel, nachhaltiges Handeln zu fördern, indem sich die User mit Freunden vergleichen und messen können. Punkte erhält zum Beispiel, wer sich viel zu Fuss bewegt oder seine nachhaltigen Tätigkeiten per Foto dokumentiert. Weiter regen die Teilnehmenden des Workshops zu «Respect2020» eine Broschüre «Nachhaltigkeit leichtgemacht» an, die verdeutlicht, dass schon kleine Schritte ohne viel Aufwand und hohe Kosten eine grosse Wirkung erzielen.

Als weiteren Beitrag gegen den Klimawandel sehen die Studierenden schliesslich die Vorbildrolle der Schweizer Unternehmen bei der grünen Wirtschaft und der hiesigen Bevölkerung beim nachhaltigen Lebensstil. Mit einem «Swissness-Export» soll die Schweiz ihr vorbildliches Verhalten interessierten Ländern vorstellen und Nachahmer gewinnen.

Arbeit als Verein weiterführen
Energie 360° unterstützte den Workshop zu «Respect2020» mit einer Spende, weil sich das Unternehmen ebenfalls für eine ökologische Energiezukunft engagiert und es begrüsst, wenn junge Menschen die Welt gemeinsam nachhaltiger gestalten wollen. Alle Ergebnisse und Ideen des Workshops rund um den Klimawandel sind in ein öffentliches Paper eingeflossen. Es bildet die Basis für den nächsten Schritt von «Respect2020»: Initiant Maximilian Stoller will einen studentischen Verein gründen, der weitere ähnliche Events veranstaltet und durch die interdisziplinäre, respektvolle Zusammenarbeit von Studierenden zusätzliche Lösungen für den Klimawandel erarbeitet. Dabei können die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse aller Fachrichtungen einfliessen. Der Verein «Respect2020» soll vorleben, was sich Maximilian Stoller generell für Schweizer Universitäten wünscht: eine offene, realitätsnahe und kritische Diskussionskultur.

Ergebnis-Paper zu Respect2020 herunterladen

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