Labels schaffen Klarheit – auch bei Biogas

Labels sind Gütesiegel. So dienen sie beispielsweise beim nachhaltigen Lebensmitteleinkauf als Orientierungshilfe, wie Umweltexperte Jörg Sigrist auf Radio 1 erklärt. Labels gibt es allerdings nicht nur für Esswaren, sondern auch für Biogas. Der Name des Schweizer Labels: «naturemade star».

Fast 30 Prozent des ökologischen Fussabdrucks von Herrn und Frau Schweizer resultieren aus ihrer Ernährung, so Umweltexperte Jörg Sigrist auf Radio 1. Deshalb lohnt es sich, regionale Produkte einzukaufen und darauf zu schauen, welche Gemüse- und Obstsorten gerade Saison haben. Wer der Umwelt darüber hinaus Gutes tun will, achtet bei Lebensmitteln auf Bio- und Ökoqualität. So fällt beispielsweise die Bodenbelastung bei biologischen Produkten geringer aus, was wiederum gut ist für die Biodiversität.

Wer der Umwelt Gutes tun will, achtet bei Lebensmitteln auf Bio- und Ökoqualität.

Labels als Einkaufshilfe

Als Orientierungshilfe beim nachhaltigen Lebensmitteleinkauf dienen in der Schweiz gemäss Jörg Sigrist etwa dreissig verschiedene Labels. Diese Labels sollen Klarheit schaffen betreffend unterschiedliche Kriterien wie Tierwohl, soziale Fairness oder die Erhaltung von natürlichen Ressourcen. Für detaillierte Informationen empfiehlt der Nachhaltigkeitsfachmann die Ratgeber-App des WWF. Dort lässt sich bequem nachschauen, wie die einzelnen Labels im Vergleich abschneiden.

Energie mit Gütesiegel

Was für Lebensmittel gilt, gilt auch im Energiebereich: Nicht nur bei Grünkohl, Glace und Gurken geben Labels Aufschluss darüber, wie sie hergestellt worden sind, sondern auch bei Biogas. Wer sich beispielsweise für das Produkt «100% Biogas» von Energie 360° entscheidet, erhält Energie mit dem Schweizer Gütesiegel «naturemade star». Der Zweck des Labels: Es schafft Klarheit für die Konsumentinnen und Konsumenten von erneuerbarer Energie, genauso wie die Labels für Bio- und Ökolebensmittel. «naturemade star»-zertifiziertes Biogas weist eine besonders hohe ökologische Qualität auf. Vergeben wird das Gütesiegel vom Verein für umweltgerechte Energie (VUE), dessen Mitglieder Energieunternehmen, Umwelt- und Konsumentenorganisationen sowie Grossabnehmer von erneuerbarer Energie sind.

Analyse der Ökobilanz

Damit eine Biogas-Anlage das Gütesiegel «naturemade star» erhält, muss sie zahlreiche Kriterien erfüllen. Ein unabhängiger Auditor ermittelt die Ökobilanz der Anlage. Dabei werden alle Prozesse von der Anlieferung des Grünguts bis zum fertigen Biogas betrachtet – Transporte und eingesetzte Energie inklusive. Die Biogas-Anlage im Werdhölzli in Zürich erfüllt übrigens alle diese Kriterien.

Auch beim Heizen bieten Labels Orientierung: So ist Biogas aus dem Werdhölzli zertifiziert.

Auch beim Heizen bieten Labels Orientierung: Biogas aus der Aufbereitungsanlage Werdhölzli ist zertifiziert.

Doppelte Zertifizierung für den Erhalt des Labels

Zertifiziert der VUE eine Biogas-Aufbereitungsanlage, lässt sich das produzierte Biogas noch nicht automatisch im Namen des Labels «naturemade star» verkaufen. Auch die Unternehmen, die das Biogas vertreiben, brauchen eine Zertifizierung. Erst nach deren Erhalt dürfen sie ihren Kunden «naturemade star»-zertifizierte Produkte anbieten. Kriterien für diese Lizenz sind etwa ein umfassendes Umweltmanagement und ein Qualitätssicherungssystem. Wie bei den Anlagen überprüft ein unabhängiger Auditor im Auftrag des VUE, ob alle Vorgaben erfüllt sind.

 

Kundinnen und Kunden von Energie 360° können ihren Biogas-Anteil jederzeit erhöhen. Wer sich für das Produkt «100% Biogas» von Energie 360° entscheidet, erhält 100% Energie mit dem Schweizer Gütesiegel «naturemade star».

Biogas-Anteil wählen

Wer im Laden ökologisch bewusst einkauft, orientiert sich in der Regel an Labels. Einen Überblick gibt der Ratgeber des WWF.

Zum WWF-Label-Ratgeber

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