Gut geplant ist halb verlegt

Seit Mai 2017 sind die Monteure von Energie 360° im Einsatz, um das Gasnetz in der Zürcher Altstadt zu erneuern. Die Gegebenheiten in Niederdorf und Oberdorf bringen einige logistische Herausforderungen mit sich. Eine einwandfreie Planung ist unabdingbar.

Gasse um Gasse werden die rund acht Kilometer Gasnetz in der Zürcher Altstadt saniert.

Sie ist eine unter vielen und doch ist sie einmalig für Energie 360°: die Baustelle in der Zürcher Altstadt. Die Gassen in Niederdorf und Oberdorf sind enger als in anderen Stadtteilen und viele müssen für Feuerwehr und Sanität jederzeit befahrbar bleiben. Und natürlich sind Restaurants und Geschäfte in der belebten Altstadt auf ihre Zulieferer angewiesen. Kommt ein Lieferfahrzeug, heisst es für die Monteure von Energie 360°: raus aus dem Graben und Stahlplatte drauf. Erst wenn das Fahrzeug passiert hat, werden die Arbeiten fortgesetzt. Auch für ein Materiallager ist kein Platz. Jeden Morgen wird das benötigte Material aufs Neue von Altstetten zur Baustelle gebracht.

Gasse um Gasse

Das Leben in den geschäftigen Gassen soll so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Deshalb nutzt Energie 360° ein Verfahren, bei dem in die alten Leitungen neue Rohre mit geringerem Durchmesser eingezogen werden. Dazu braucht es keine langen, durchgängig offenen Gräben. Pro Woche erneuern die Monteure – bis zu acht Personen sind es an Spitzentagen – 30 bis 40 Leitungsmeter. Rund acht Kilometer gilt es insgesamt zu sanieren, Gasse um Gasse. Auch deshalb ist die Baustelle in der Zürcher Altstadt eine wie keine: Sie wird Energie 360° noch während mehrerer Jahre beschäftigen. Besitzerinnen und Besitzer von NETZ Restaurants und Geschäften informiert Energie 360° übrigens stets persönlich, bevor die Bauarbeiten losgehen.

Verlässlich und schnell

Wie bei Netzsanierungen üblich, erneuert Energie 360° auch die Hausanschlüsse. Selten gibt es im Verteilnetz des Unternehmens so viele Abgänge von den Gasleitungen zu den Häusern wie im «Dörfli», denn die alten Gebäude stehen dicht beieinander. Die Etappierung ist deshalb auch hier wichtig: So können Gaskundinnen und -kunden sich darauf verlassen, dass ihr Anschluss innerhalb eines Tages an die erneuerte Hauptleitung angeschlossen ist. Die Monteure gehen abends erst nach Hause, wenn das Erdgas/Biogas wieder strömt.

Fit für 50 Jahre

Die Altstadt von Zürich ist die letzte Zone, in die Energie 360° Erdgas/Biogas mit Niederdruck einspeist. Deshalb bekommt im Zuge der Netzsanierung jedes Haus nebst der
neuen Hauseinführung mit thermischer Absicherung auch einen Druckregler. Wenn die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind, ist das Gasnetz im Niederdorf und im Oberdorf nicht nur fit für mindestens 50 Jahre – es wird auch mit höherem Druck betrieben. Dadurch kann es mit den umliegenden Versorgungszonen verbunden werden, was den Betrieb erleichtert und die Versorgungssicherheit verbessert.

 

Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden von Energie 360° – vom Schweissfachmann bis zum CEO – ist sehr konstruktiv. Die Bereitschaft, voneinander zu lernen, ist bei allen Beteiligten da. Und damit die Basis für gute Lösungen.
Hannes Schneebeli ist Leiter Werterhaltung beim Tiefbauamt der Stadt Zürich. Dieses plant, baut und erhält die städtische Infrastruktur und gestaltet attraktive öffentliche Räume.

 

Historische Gebäude, die dicht beieinander stehen: Im Zürcher Nieder- und Oberdorf setzt die Erneuerung der Gasleitungen logistische Sonderleistungen voraus.

Gas immer mehr erneuerbar machen
Das Gasnetz ist eine wertvolle Infrastruktur, auch für die Energieversorgung von morgen. Energie 360° setzt sich dafür ein, dass immer mehr erneuerbares Gas durch dieses Gasnetz strömt: Im Geschäftsjahr 2017 ist der Biogas-Absatz um 64% gestiegen.

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