Wie Elektroautos tanken: das 1×1 des Ladens

Beim Elektroauto gehört die Fahrt zur Tankstelle der Vergangenheit an. Denn ein Elektrofahrzeug lädt dort, wo es gerade steht. Das ist ganz schön praktisch – und bereits an vielen Standorten in der Schweiz möglich.

Die Zahl der Elektroauto-Ladestationen nimmt rasant zu. Sie entstehen zum Beispiel bei Einkaufszentren, in öffentlichen Parkhäusern, bei Hotels und an Ausflugsorten – also überall dort, wo Autos ohnehin längere Zeit stehen. Das ist praktisch, denn ein Elektrofahrzeug kann diese Zeit nutzen, um seine Batterie zu laden. Die Lithium-Ionen-Akkus heutiger Elektromobile haben keinen nennenswerten Memory-Effekt mehr und dürfen problemlos auch dann nachgeladen werden, wenn sie noch einen hohen Ladezustand aufweisen.

Ladestation per App freischalten

Das Laden an der Elektrotankstelle ist in den letzten Jahren einfacher geworden. Dazu haben zwei Verbesserungen beigetragen: Erstens hat sich in Europa der sogenannte Typ-2-Stecker durchgesetzt. Fast alle aktuellen Elektroautos und Ladestationen verfügen über Steckdosen für Ladekabel mit Typ-2-Stecker, sind also kompatibel. Zweitens ist der Zugang zu den Ladestationen bequemer geworden. An den ersten Elektrotankstellen brauchte es oft einen Schlüssel zum Öffnen der Ladeklappe oder sogar eine Freischaltung durch den Betreiber. Heute machen Apps wie jene von swisscharge.ch das Smartphone zum digitalen Schlüssel für Tausende von Ladestationen in Europa. Mit der App von swisscharge.ch sehen die Fahrerinnen und Fahrer von Elektrofahrzeugen sofort, welche Ladestationen sich in ihrer Nähe befinden, ob sie frei sind und was das Laden kostet. Einige Elektrotankstellen lassen sich damit sogar im Voraus reservieren.

Aufs Ladekabel kommt’s an

An einzelnen Ladestationen ist das passende Ladekabel fest installiert – eine besonders bequeme Lösung. In der Regel benötigen die Fahrerinnen und Fahrer von Elektroautos beim Laden jedoch ihr eigenes Kabel. Einige Elektrofahrzeuge, vor allem Plug-in-Hybride, werden in der Schweiz standardmässig mit einem sogenannten Mode-2-Ladekabel ausgeliefert. Dieses ist fürs Laden an einer Haushaltssteckdose gemacht. Aber Achtung, diese Ladelösung hat zwei Nachteile: Erstens dauert das Laden deutlich länger als an einer Elektrotankstelle und zweitens empfehlen sich Haushaltssteckdosen aus Sicherheitsgründen nicht zum regelmässigen Laden. Sicher und viel schneller funktioniert das Laden des Elektroautos bei einem Ladekabel mit den bereits erwähnten Typ-2-Steckern. Es lässt sich sowohl für die meisten öffentlichen Ladestationen als auch für die private Heimladestation nutzen.

Die Zahl der Elektrotankstellen nimmt laufend zu. Sie entstehen zum Beispiel bei Einkaufszentren, in öffentlichen Parkhäusern, bei Hotels und an Ausflugsorten – also überall dort, wo Autos ohnehin längere Zeit stehen. Und so einfach funktioniert’s:

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