Ein Plus für Umwelt, Wirtschaft und Bevölkerung

Schiffe und Lastwagen, die mit flüssigem Erdgas statt Diesel oder Schweröl fahren: Dieses Ziel verfolgt das deutsche Unternehmen Liquind, an dem Energie 360˚ über den Smart Energy Innovationsfonds beteiligt ist. In Duisburg wurde jetzt eine erste Tankstelle eröffnet.

Gute Ideen verdienen Unterstützung – unter diesem Motto beteiligt sich Energie 360˚ seit 2015 an bereits am Markt etablierten Unternehmen, aber auch an Start-ups mit innovativen Geschäftsmodellen. Zu Letzteren gehört die Berliner Liquind 24/7 GmbH, die europaweit eine flächendeckende Verteilinfrastruktur für Flüssig-Erdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) aufbauen möchte. Energie 360˚ ist über den Smart Energy Innovationsfonds mit 25 Prozent am Unternehmen beteiligt.

Ziel des Engagements ist es, LNG als attraktive Alternative zu Schweröl und Diesel zu etablieren. Diese erdölbasierten Kraftstoffe sind im europäischen Schiffs- und Schwerverkehr vorherrschend. Dort setzt Liquind mit dem Aufbau seiner Distributions- und Betankungsinfrastruktur an. «Entlang des Rheins sollen an den Binnenhäfen von Duisburg, Mannheim und Weil am Rhein LNG-Terminals entstehen, die von der Binnenschifffahrt genutzt werden, aber auch dem LKW-Schwerlastverkehr als Tankmöglichkeit zur Verfügung stehen sollen», sagt Philip Maximilian Braunschweig, der bei Liquind die Unternehmensentwicklung leitet.

Ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung wurde soeben gemacht: Im Duisburger Parallelhafen wurde die erste LNG-Tankstelle in Betrieb genommen. Noch dient sie als Demonstrationsobjekt, doch schon im Sommer sollen LKW und Binnenschiffe betankt werden können. Bis Ende 2018 wird dann die feste Anlage installiert und bis dahin soll auch der Mannheimer Terminal den Betrieb aufgenommen haben. «Längerfristig sieht unser Geschäftsmodell eine Abdeckung der grossen Wasserstrassen in Deutschland und Österreich vor», so Philip Maximilian Braunschweig.

Die ökologischen Vorteile von LNG gegenüber erdölbasierten Kraftstoffen wie Diesel und Schweröl sind signifikant. «Zum einen verursachen Motoren, die mit LNG betrieben werden, rund 20 Prozent weniger CO₂», so Braunschweig, «zum anderen fällt die Belastung mit Feinstaub und Schwefeldioxid weg, und auch die Stickstoffemissionen werden erheblich reduziert». Hinzu kämen deutlich geringere Lärmemissionen. Auch wirtschaftlich betrachtet sei LNG eine sinnvolle Alternative, ist Braunschweig überzeugt: «Gas ist als weltweit vorkommende Ressource langfristig günstiger als Öl.»

Diese Kombination aus Vorteilen für die Umwelt, den Verkehr, die Wirtschaft und die Bevölkerung war es denn auch, die aus Sicht von Energie 360˚ unterstützungswürdig war. «LNG kann einen beachtlichen Beitrag zu überaus dringlichen Herausforderungen unserer Zeit leisten», so Ruth Happersberger, Leiterin Unternehmensentwicklung bei Energie 360˚ und stellvertretende Verwaltungsratspräsidentin des Smart Energy Innovationsfonds. «Es ist ein Unterschied, den man sehen, hören und sogar riechen kann.»

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