Wärmeverbund Breiti: Eine Erfolgsgeschichte geht weiter

Seit bald 20 Jahren nutzt Embrach regionales Holz für den Wärmeverbund Breiti – eine besonders klimafreundliche Lösung. Nun hat die Gemeinde Energie 360° den Auftrag erteilt, den Wärmeverbund zu modernisieren und auszubauen. Dadurch sinkt der CO2-Ausstoss um weitere 530 Tonnen pro Jahr und der Heizölverbrauch um rund 200 000 Liter.

Im zürcherischen Embrach bedecken Wald und Gehölze fast die Hälfte des Gemeindegebiets. Der Forst- und Werkbetrieb Embrach bewirtschaftet beachtliche 465 Hektaren eigenen Wald. Da liegt es nahe, diese wertvolle, einheimische Ressource auch für die Wärmeversorgung zu nutzen. Bereits seit 1998 liefert der Wärmeverbund Breiti klimafreundliche Heizenergie aus Holzschnitzeln des Forst- und Werkbetriebs Embrach.

Um das Potenzial des Wärmeverbunds noch stärker auszuschöpfen und die kantonalen Auflagen zur Luftreinhaltung zu erfüllen, beschloss Embrach eine Sanierung der Heizzentrale und gleichzeitig eine Erweiterung des Wärmenetzes. Damit handelt die Gemeinde gemäss ihrem Leitbild, wie Gemeinderätin und Bauvorsteherin Rebekka Bernhardsgrütter sagt: «Wir haben darin festgelegt, den Energieverbrauch zu senken, und nutzen im Sinne einer pragmatischen Energiepolitik jede anstehende Sanierung als Chance für Verbesserungen.»

Wärmenetz erweitern

Beim Wärmeverbund Breiti bedeutet das einerseits, ihn technisch auf den neusten Stand zu bringen, und andererseits, auch privaten Hauseigentümerinnen und -eigentümern einen Anschluss ans Wärmenetz zu ermöglichen. Die Gemeinde selbst nutzt die Gelegenheit, mit der Badi Talegg ein weiteres Objekt mit Wärme aus Holzschnitzeln zu beheizen.

Gleichzeitig hat sich die Gemeinde entschieden, den Wärmeverbund in die Hände eines professionellen Betreibers zu übergeben. «Der Betrieb des Wärmeverbunds gehört nicht zu unseren Kernaufgaben, zumal uns die personellen Ressourcen dafür fehlen – etwa im Fall von Störungen», erklärt Rebekka Bernhardsgrütter den Schritt.

Keine Investitionen der Gemeinde

Die Gemeinde fand in Energie 360° den richtigen Partner für die Realisierung dieses Vorhabens. Das Unternehmen ersetzt die Holzheizkessel des Wärmeverbunds, baut einen Energiespeicher ein und installiert Rauchgasfilter. Diese reinigen die Rauchgase und reduzieren die Emissionen auf ein Minimum.

Neben Planung und Bau übernimmt Energie 360° für die nächsten 30 Jahre auch den Betrieb des Wärmeverbunds und finanziert die Anlage. Als neue Eigentümerin ist Energie 360° für die zuverlässige Wärmeversorgung verantwortlich und trägt das finanzielle Risiko allein – für Embrach laut Rebekka Bernhardsgrütter eine optimale Lösung: «Als Gemeinde mit einer vergleichsweise hohen Verschuldung kommt es uns gelegen, keine weiteren Investitionen zu tätigen, sondern die Kosten über den Wärmepreis zu tragen.»

Wärme als Sorglos-Paket

Auch die neuen Wärmekundinnen und -kunden profitieren vom Wärmeverbund: Sie bezahlen vergleichsweise konstante, gut planbare Wärmepreise, brauchen sich nicht mehr um eine eigene Heizung zu kümmern und gewinnen Platz, weil die bisherige Heizung samt Öltank entfernt wird.

Die Bauarbeiten für die Sanierung des Wärmeverbunds Breiti beginnen in Kürze. Bereits im kommenden Oktober – rechtzeitig auf die nächste Heizsaison hin – erhalten die bestehenden Wärmekundinnen und -kunden sowie erste neu angeschlossene Gebäude ihre Heizenergie erstmals von der sanierten Heizzentrale. Danach schliesst Energie 360° etappenweise die weiteren Liegenschaften ans Wärmenetz an.

Arbeitsplätze in der Region

Dank des Ausbaus wirkt sich der Wärmeverbund noch stärker auf die Umweltbilanz der Gemeinde aus. Weil bisherige Ölheizungen abgelöst und die Gebäude stattdessen zu mehr als 90 Prozent durch CO2-neutrale Wärme aus Holz beheizt werden, sinkt der CO2-Ausstoss um weitere 530 Tonnen pro Jahr und der Heizölverbrauch um rund 200 000 Liter. Somit fliesst auch weniger Geld ins Ausland ab. Das Heizen mit Holzschnitzeln sichert stattdessen Arbeitsplätze in der Region.

Der Wärmeverbund Breiti sorgt dafür, dass die Gemeinde Embrach ihr einheimisches Holz sinnvoll nutzt und zum Heizen auf erneuerbare Energie setzt.

Der Wärmeverbund Breiti sorgt dafür, dass die Gemeinde Embrach ihr einheimisches Holz sinnvoll nutzt und zum Heizen auf erneuerbare Energie setzt.

Entsprechend positiv äussert sich Rebekka Bernhardsgrütter zur Modernisierung und zum Ausbau des Wärmeverbunds «Breiti»: «Schon bisher war der Wärmeverbund eine Erfolgsgeschichte. Von der Partnerschaft mit Energie 360° erhoffen wir uns, die bereits guten Seiten des Wärmeverbunds beizubehalten, ihn aber noch zu optimieren. In den ersten Monaten der Zusammenarbeit haben wir bemerkt: Auch für Energie 360° ist unser Wärmeverbund ein wichtiges Projekt.» Das bestätigt Daniel Schulte, der den Wärmeverbund seitens Energie 360° betreut: «Wir freuen uns, gemeinsam mit der Gemeinde Embrach ein Projekt ganz im Sinne der vom Stimmvolk beschlossenen Energiewende zu realisieren, von dem alle Beteiligten profitieren.»

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Comments

  1. Paul Wipf sagt:

    Wir sanieren sehr oft Heizungen in Embrach. Gibt es einen Plan wo die jetzigen und die zukünftigen Fernwärmenetze ersichtlich sind ?
    Freundliche Grüsse Paul Wipf
    Wipf Wärmetechnik AG Schaffhausen-Bülach-Zürich

    • Nadja Wirth sagt:

      Guten Tag Herr Wipf
      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Der zuständige Projektleiter wird sich bei Ihnen mit weiteren Informationen zu Ihrer Frage melden.
      Freundliche Grüsse
      Nadja Wirth
      Digital Communications, Energie 360°