Ein König im Glück – Jassen für’s Klima

Jedes Jahr laden Energie 360° und myblueplanet zum «Jassen fürs Klima». Die Partnerschaft kommt der Umwelt zugute. Dem Gewinner von 2016 hat sie darüber hinaus einen persönlichen Glücksmoment beschert.

  • 19. Mai 2017

Fritz Liechti hat kein gewöhnliches Wochenende hinter sich. Kopfschüttelnd sitzt der Pensionär am Esstisch, die Hände um eine Kaffeetasse gelegt. Noch einmal lässt er die letzten zwei Tage Revue passieren, als wolle er sich selbst versichern, dass sie sich tatsächlich so zugetragen haben. Hier im Wohnzimmer sass er auch, als am Samstagabend, kurz vor 19 Uhr, der «Samschtig-Jass» über den Fernsehbildschirm flimmerte und er seinen Namen und seine eigene Stimme hörte, genau wie 258 000 andere Menschen in der Schweiz. Fritz Liechti, 65, aus Emmenbrücke. Fritz Liechti, unser Telefonjasser.

Er machte seine Sache gut. Mehr noch: angesagt null, gemacht null. Ein perfektes Resultat. Schon kurz nach der Sendung standen die Nachbarn vor der Tür. Dann kamen die Anrufe und Textnachrichten: ehemalige Arbeitskollegen, Freunde, Ferienbekanntschaften. Alle wollten sie wissen, ob wirklich er das gewesen war, der da so ungezwungen mit Monika Fasnacht geplaudert und den anderen Jassern den Meister gezeigt hatte. Seine Frau Cäcilia schien es kaum zu glauben. «Sie schaute sich am Sonntagmorgen um 6 Uhr noch einmal die Wiederholung an», sagt Liechti lachend.

Mit der Ausstrahlung der Sendung sei eine wochenlange Anspannung von ihm abgefallen, erzählt er weiter. «Die Aufzeichnung hatte ja schon früher stattgefunden, aber ich durfte niemandem erzählen, wie es gelaufen war.» Erst jetzt konnte er seine Emotionen mit anderen teilen. «Es ist komisch, plötzlich im Rampenlicht zu stehen. Aber wenn es so gut läuft, ist es natürlich herrlich.»

Qualifiziert beim «Jassen fürs Klima»

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte von Fritz Liechti, dem Turnierjasser, im letzten Herbst. Seine Clubkollegen bei den «Rüssjassern» überredeten ihn, am «Jassen fürs Klima» teilzunehmen, einem Benefizturnier, das jedes Jahr von Energie 360° und myblueplanet ausgerichtet wird. Getreu dem Motto «Gemeinsam kommen wir weiter» wird für einen guten Zweck gespielt: Die Teilnahmegebühr kommt vollumfänglich nachhaltigen Klima-Aktionen zugute. Liechti schwang obenauf und wurde für den Sieg mit einer Teilnahme am «Samschtig-Jass» belohnt. So fügte er der grossen Erfolgsgeschichte sein eigenes, persönliches Kapitel hinzu.

Gejasst hat Fritz Liechti schon immer. Als kleiner Bauernbub verdiente er sich beim Bänkeln mit den Onkeln und Grosseltern sein erstes Sackgeld. Heute spielt er regelmässig im Jassclub, aber noch lieber klopft er mit Frau und Schwiegermutter einen österreichischen Bettler. Den im «Samschtig-Jass» traditionsgemäss gespielten Differenzler jasst Liechti sonst nie. «Dass ich so gut abgeschnitten habe, war zu 80 Prozent Glück», sagt er bescheiden. «Mein Blatt spielte sich von selbst.»

Wie lange dauert das Märchen?
Als Gewinner darf Fritz Liechti am 20. Mai erneut im Schweizer Fernsehen auftreten. Ob er wieder als Telefonjasser zum Einsatz kommt oder sogar am Tisch Platz nehmen darf, verrät er nicht. Und über die Frage, wie lange er sich als Telefonjasser wohl in der Sendung wird halten können, macht er sich lieber nicht allzu viele Gedanken: «Es kommt, wie’s kommt.» Gewonnen habe er allein schon deshalb, weil er all das habe erleben dürfen, sagt Fritz Liechti. Diese Erfahrung könne ihm niemand nehmen. Nachdenklich fügt er an, es fühle sich fast ein wenig an wie Schicksal. Sein Leben sei nicht immer einfach gewesen. Der Kinderwunsch blieb unerfüllt, die Arbeitswelt, in die er schon mit 14 Jahren als Handlanger auf dem Bau eintrat, erlebte er als hart und oft ungerecht, immer wieder plagten ihn körperliche Beschwerden. «Aber jetzt», sagt Fritz Liechti strahlend, «jetzt kommt alles zurück.»

Update: Fritz Liechti hat auch in der Sendung vom 20. Mai triumphiert und wird am 27. Mai erneut seine Ehre als Jasskönig verteidigen dürfen. Der «Samschtig-Jass» wird um 18.45 Uhr auf SF1 ausgestrahlt.

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