Holzpellets – Energie aus Reststoff der Holzindustrie

Holzpellets sind nicht nur praktisch klimaneutral, sondern auch sehr vielseitig einsetzbar: Sie liefern Wärme für zu Hause oder fürs Festzelt, können für die Bauaustrocknung eingesetzt werden und sogar industrielle Prozesse befeuern. Dank der Produktion von Holzpellets wird bei der Holzverarbeitung 100% des Baumstammes verwertet. Holzabfälle kennt das Unternehmen keine.

Herstellung

Es riecht heimelig nach Holz im Pelletwerk der Lehmann Holzwerk AG in Gossau (SG). Zu sehen ist der Rohstoff aber nicht. Das Holz nimmt verborgen einen wohldurchdachten Produktionsweg. Vorne werden Sägemehl und Hobelspäne eingeführt, hinten purzeln Holzpellets raus. Ihre Form haben die Pellets übrigens, weil die Holzspäne unter hohem Druck durch eine Matrize gepresst werden. Dabei entsteht Wärme, fast 100 °C, und die Wärme setzt im Holz den natürlichen Bindestoff Lignin frei. Er hält das Pellet zusammen. Ganz ohne Leim.

Das Pelletwerk ist das Reich von Produktionsleiter Andreas Forster. Er überwacht den Produktionsprozess und ist auch für die Qualitätskontrolle verantwortlich. «Im Labor prüfen wir unter anderem die Länge, das Gewicht, die Stärke und die Feuchtigkeit der Pellets», sagt Forster. Die heutige Charge weist 7% Wassergehalt auf. Forster ist zufrieden. Solange der Wassergehalt unter 10% liegt, entspricht das der Norm.

Das Rohmaterial für die Pellets stammt vollständig aus der Sägerei und dem Hobelwerk der Lehmann Holzwerk AG. Die gesamte Produktion – inklusive Trocknung des Sägemehls durch Wärme aus dem eigenen Kraftwerk – geschieht auf dem Areal der Lehmann Holzwerk AG. Abfälle kennt das Unternehmen keine.

Rund 18 000 Tonnen Holzpellets hat das Werk 2016 produziert. «Unsere weitaus grösste Abnehmerin ist Energie 360°», sagt Forster. «Die Zusammenarbeit ist für beide Seiten erfreulich und läuft harmonisch.» Forsters Begeisterung für den nachhaltigen Rohstoff Holz ist offensichtlich: «Ich freue mich immer, wenn ich Führungen durch das Werk geben kann.» Lachend fügt er hinzu: «Würde ich in einem Ölkraftwerk arbeiten, wäre das sicher nicht so.»

Anwendung

Holzpellets mobil am Bau

Der Einsatz nachwachsender Rohstoffe, der geringe Schadstoffausstoss und die Vermeidung von Umweltschäden sind für uns Grund genug, mobile Holzpellet-Heizungen von Suter Entfeuchtungstechnik im Baustellenablauf zu integrieren.

Ralf Schäfer, Caretta Weidmann. Suter Entfeuchtungstechnik, eine Beteiligung von Energie 360°, stellt Caretta Weidmann mobile Holzpellet-Heizungen im Rundum-sorglos-Paket zur Verfügung. 2016 kamen die mobilen Holzpellet-Heizungen unter anderem für die Bauaustrocknung im Projekt «Home for IT» von Roche in Kaiseraugst zum Einsatz.

Holzpellets im Eigenheim

Das Heizen mit Holzpellets gibt mir ein gutes Gefühl. Ich habe einen Bezug zum Brennstoff, kann ihn in die Hände nehmen und geniesse die angenehme Wärme, die er erzeugt. Dabei sind die Holzpellets staubarm und hinterlassen wenig Rückstände – eine saubere Sache. Was mich an der Holzpellet-Heizung überrascht hat? Wie schnell sie unsere Räume erwärmt. Das schätze ich besonders in der Übergangszeit.

Rolf Schudel, Privatkunde Holzpellets aus Kaltbrunn

Rolf Schudel, Privatkunde Holzpellets aus Kaltbrunn

Holzpellets in der Industrie

Unsere Maschinen zum Entfärben von Holz und Metall benötigen das ganze Jahr über viel Wärme. Als der bisherige Ölkessel sein Lebensende erreichte,

entschieden wir uns bewusst für eine Holzpellet-Heizung. Im Jahr 2016 sparten wir damit gegenüber der früheren Ölheizung 616 Tonnen CO2 ein. Holzpellets passen zu unserem Unternehmen: Sie schliessen einen Kreislauf – genau wie wir mit der Aufbereitung von alten Produkten. Und Energie 360° sorgt zuverlässig dafür, dass immer genügend Wärme fliesst.

Urs Meier, Inhaber Meier Oberflächen AG. Energie 360° liefert im Contracting die Prozesswärme aus Holzpellets, die das Unternehmen zum Behandeln von Oberflächen benötigt – vom kleinen Schräubchen bis zum tonnenschweren Maschinengehäuse.

Urs Meier, Inhaber Meier Oberflächen AG. Energie 360° liefert im Contracting die Prozesswärme aus Holzpellets, die das Unternehmen zum Behandeln von Oberflächen benötigt – vom kleinen Schräubchen bis zum tonnenschweren Maschinengehäuse.

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