Das Elektroauto zum Teilen macht Wohnraum attraktiver

Ein eigenes Auto macht für viele Stadtbewohner keinen Sinn mehr. Doch manchmal ist es Gold wert, wenn man sich spontan hinters Steuer setzen kann. Genau das ermöglichen Energie 360° und die Baugenossenschaft Süd-Ost in der Siedlung Schauenberg: Die Anwohner können sich ab sofort ein Elektroauto teilen.

 Energie 360 Grad - e-kaufswägeli

In einem Pilotprojekt stellen die Baugenossenschaft Süd-Ost und Energie 360° den Anwohnern der Siedlung Schauenberg ein Elektroauto zum Teilen zur Verfügung. Reservieren, aufschliessen und für die Mietdauer bezahlen können sie es ganz einfach per App. (Markus Lamprecht)

Mitten im Wohngebiet an der Lerchenhalde fällt der grüne Parkplatz mit dem elektrischen Renault Kangoo Z.E. und der Ladestation auf. Für Anwohner ohne eigenes Auto ist es ein spannendes Angebot: Ab sofort können sie den Renault Kangoo Z.E. ganz einfach per App reservieren, aufschliessen und für die Mietdauer bezahlen. «Eine sehr gute Idee», findet Andreas Koch, Gewerbetreibender in der Siedlung. «Das motiviert sicher den einen oder anderen, auf ein eigenes Auto zu verzichten.»

Im Pilotprojekt teilen sich rund 200 Wohnungen ein Elektroauto. Energie 360° stellt das Fahrzeug sowie die Infrastruktur zur Verfügung und garantiert gemeinsam mit der Car-Sharing-Plattform sharoo.com und swisscharge.ch den reibungslosen Ablauf: Formalitäten wie die Versicherung laufen automatisch im Hintergrund und für das einfache Laden liegt im Auto eine Karte von swisscharge.ch.

«Ein fairer Preis»

Aldo Pesenti von der Baugenossenschaft Süd-Ost ist begeistert – und das nicht nur, weil es für die Baugenossenschaft ein weiterer Weg zu mehr Nachhaltigkeit ist: «Gemeinsam bieten wir den Anwohnern einen echten Mehrwert. So machen wir Wohnraum attraktiver und tun erst noch etwas für die Umwelt.» An der Ladestation wird 100% Ökostrom getankt – im Mietpreis von 16 Franken pro Stunde für das Auto ist der Ökostrom bereits inbegriffen. «Das ist ein fairer Preis. Der Vorteil ist dafür riesig: Ein Gemeinschaftsauto, das man selbständig zum Einkaufen oder für Ausflüge nutzen kann, ist Gold wert», sagt Aldo Pesenti.

Im Pilotprojekt, das bis Ende Jahr läuft, wollen die Partner auch Erfahrungen sammeln. «Wenn der Pilot gut verläuft, könnte ich mir vorstellen, dass künftig noch weitere unserer Siedlungen vom Car-Sharing profitieren können», sagt Aldo Pesenti. Energie 360° will das Produkt für verschiedene Zwecke weiterentwickeln. Dazu Michael Graf, der das Pilotprojekt im Team Smart Energy Services von Energie 360° betreut: «Das Teilen wird in der Mobilität der Zukunft immer wichtiger. E-Car-Sharing kann für Gemeinden, Unternehmen oder Vereine und Verbände genauso interessant sein wie für Baugenossenschaften.»

Zum «e-kaufswägeli» Baugenossenschaft Süd-Ost kennenlernen

 

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